Bus + Moped

VW LT 28

Daten:

  • 2-Liter-Benzinmotor mit LPG-Autogasanlage
  • 75 PS
  • Baujahr 1977
  • Laufleistung unbekannt
  • Verbrauch: 20 Liter LPG auf 100 km, Benzinverbrauch bisher nicht getraut zu testen
  • Wohnmobilausbau mit Standheizung, Warmwasserboiler, Kühlschrank, Kochstelle (alle Geräte werden mit Gas betrieben), Dusche, Toilette, jeweils 50 Liter Frischwasser- und Abwassertank

In den letzten drei Jahren, in denen wird den Bus unser eigen nennen, haben wir unzählige Reparaturen, Umbauten und Erweiterungen selbst durchgeführt, unter anderem:

  • Renovierung der kompletten Inneneinrichtung (Wand- und Deckenverkleidung, Vorhänge, Armaturen, Duschkabine, Thermomatten, Moskitonetze)
  • Standheizung, Warmwasserboiler und Druckwasserpumpe ausgetauscht
  • Spannungswandler für Bordstrom von 12 Volt Gleichstrom auf 220 Volt Wechselstrom eingebaut
  • Dachreling abgedichtet
  • Radkästen geschweißt
  • Kreuzgelenke der Kardanwelle ersetzt (das haben wir in einem Fachbetrieb machen lassen)
  • Lenkgestänge, Spurstangen ausgetauscht
  • Trag- und Führungsgelenke vorne ausgetauscht
  • Radlager vorne ersetzt
  • Zwei neue Batterien mit jeweils 96 Ah eingebaut
  • Zündung komplett überholt
  • Vergaserdichtungen erneuert
  • Gaszug repariert
  • Anlasser und Lichtmaschine teilweise überholt
  • Auspuff erneuert
  • Kabel, Benzin- und Wasserschläuche teilweise erneuert

Im Zuge dieser Arbeiten haben wir nicht nur dafür gesorgt, dass defekte oder schadensanfällige Teile ersetzt wurden, sondern wir haben uns auch das Wissen und die Werkzeuge angeeignet, um die Kiste am Laufen zu halten.

Auf unseren Reisen, die uns bei Minusgraden an die Atlantikküste oder über 2500 Meter hohe Pässe in den Alpen geführt haben, haben wir bisher ingesamt 20.000 km zurückgelegt. Liegengeblieben sind wir dabei wegen eines gerissenen Gaszugs und einer durchgeschmorten Listerklemme. Beide Male konnten wir die Schäden unterwegs selbst beheben.

BMW F 650 ST

Daten:

  • 650 Kubikzentimeter Hubraum aus einem Zylinder
  • 48 PS
  • 188 kg
  • Baujahr 1997
  • Ca. 30.000 km
  • Koffer, Topcase
  • Größeres Vorderrad von der F 650 Funduro, um Geländereifen aufzuziehen

Gut, dass wir das Motorrad haben. Wir müssen es zwar mitsamt den Ersatzreifen auf einem Hänger hinter uns herziehen, dafür macht es uns vor Ort extrem flexibel und kann in Notsituationen auch ganze Urlaubswochen retten, wie in Slowenien geschehen. Kenner werden sagen: “Das ist ja gar keine richtige BWM.” Das stimmt. Entwickelt wurde sie von BMW, Aprilla und Rotax. Gebaut wurde sie in Italien bei Aprilla mit einem Motor des österreichischen Motorenbauers Rotax. Für dieses Konglomerat an Herstellern ist sie jedoch äußerst robust geraten. Nur an kalten, feuchten Tagen springt sie ungern an. Gut, wenn man dann jemanden mit Überbrückungskabel und Autobatterie findet. Denn einen Einzylinder mit 650 Kubik ist nur schwer anzuschieben.

Beim Kauf habe ich leider nicht genau aufgepasst, denn es gibt aus der Baureihe 1993 – 1999 zwei Typen der F 650: die Funduro und die ST (für Strada). Ich habe dummerweise die ST erwischt, die sich von der Funduro durch ein kleiners Vorderrad (18 statt 19 Zoll), einen um 4,5 cm kürzeren Federweg hinten, eine tiefere Sitzbank, einen um 4 cm schmaleren Lenker und kleinere Verkleidungsdetails unterscheidet. Das ist ja alles nicht so schlimm, doch als ich geländetaugliche Reifen für die Reise aufziehen lassen wollte, musste ich feststellen, dass es für das 18-Zoll-Vorderrad der ST keine zugelassenen Geländereifen gibt. Ich habe daher kurzerhand über Ebay ein gebrauchtetes 19-Zoll-Rad samt Kotflügel von der Funduro gekauft und eingebaut. Die Halterungen für den Kotflügel waren vorhanden und in den Papieren ist das größere Vorderrad auch bereits eingetragen. Um die Sitzposition auszugleichen, habe ich eine aufschnallbare Sitzbankerhöhung gebastelt. Das sieht zwar total unprofessionell und scheiße aus, hat aber den Vorteil, dass man das Teil in zwei Handgriffen wieder abnehmen kann und Sylvia damit fahren kann. Sie hat zwar keinen Führerschein, aber wen juckt das in den Gegenden, wo wir hin wollen…

5 Antworten auf Bus + Moped

  1. Bärbel Vomland sagt:

    Liebe Sylvia und Karsten,

    eure Blogseite ist wirklich beeindruckend und sehr liebevoll gemacht!
    Ich bewundere und beneide euch für eure Abenteuerreise und freue mich schon auf den Diaabend, wenn ihr zurück seid.

    Viele Grüße

    Bärbel

  2. cafe-müller sagt:

    bin dabei,online gruss cafe-müller.

  3. Ja, dass mit dem Moped haben wir uns auch schon überlegt. Aktuell steht nur eine Vespa Cosa 200 in der Garage. Für sandige Bisten nicht gerade das richtige. ;) Mal sehen…jetzt machen wir erst mal den dicken “Bullen Bruno” fertig.

    • Karsten sagt:

      Ich würde nie wieder einen Anhänger mit Motorrad auf eine Reise mitschleppen. Man kann nirgendwo unbekümmert reinfahren, weil das Wenden echt aufwendig ist. Fähren sind durch die Länge richtig teuer. Das zusätzliche Gewicht zerrt an Pässen, und bei langen querliegenden Bodenwellen hat sich unser Wagen so aufgeschaukelt, dass wir mit der Aufhängung der Sturzstange aufgeschlagen sind. Danach waren Sturz und Spur verstellt. Die Geländegängigkeit ist stark eingeschränkt, und auf schlechten Straßen wird das Motorrad auf dem Hänger mehr beschädigt, als wenn man es fahren würde. Vielleicht eine 125er auf einem Träger, aber keinen Hänger mehr.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>